Keine Tiere unterm Weihnachtsbaum

Ein Grund, jetzt kein Haustier zu verschenken: „Zu Weihnachten herrscht Ausnahmezustand und Trubel im ganzen Haus“, so Sibylle Prehn von der Tierhilfe. „Also sollte man bis nach Weihnachten und am besten noch bis nach Sylvester warten, bis das Tier einzieht. Das Silvesterfeuerwerk löst bei vielen Tieren große Angst aus.“ Weitere Argumente, die gegen das Verschenken von haustieren an Weihnachten sprechen, erläutert die Tier-Kennerin auch hier in unserem WochenSpiegel-Video.

Viele Tierheime machen zu Weihnachten einen Vermittlungsstopp. Die Tierhilfe Rhein Hunsrück ebenfalls. „Tiere sind fühlende Mitlebewesen und keinesfalls Spielzeug. Ein Tier ist ein Familienmitglied, für das Verantwortung getragen werden muss, in manchen Fällen für Jahrzehnte und bis zu seinem letzten Atemzug!“, betont Prehn. „Aus Statistiken ergibt sich, dass in den letzten zehn Jahren die Abgabe von Tieren nach Weihnachten extrem angestiegen ist. Im Monat Januar nahmen die Abgaben von Hunden um bis zu 40Prozent, die von Katzen um bis zu 50 Prozent zu.“

Die Tierhilfe Rhein-Hunsrück hat ein paar Punkte zusammengestellt, die man bei der Anschaffung eines Tieres beachten sollte:

1. Die Anschaffung eines Tieres sollte nie spontan erfolgen. Im Vorfeld muss bedacht werden, was für ein Tier im speziellen Falle passen würde. Im Idealfall sollte die ganze Familie in die Überlegungen eingebunden werden.

2. Es muss bedacht werden, welche Kosten das jeweilige Tier im Laufe seines Lebens verursachen wird (Futter, Ausstattung, Tierarzt, Hundesteuer, etc.).

3. Man muss sich über die Bedürfnisse des Wunschtieres erkundigen und auch seine voraussichtliche Lebenserwartung berücksichtigen. Auch die Betreuung des Tieres während eines Urlaubs muss im Vorfeld geklärt werden.

4. Im Vorfeld etwaige Allergien abklären. Außerdem muss der Vermieter vorher gefragt werden, ob die Haltung des anvisierten Tieres erlaubt ist.

5. Wenn feststeht, was für ein Tier es werden soll, sollte man ein oder mehrere Tierheime aufsuchen, bis das passende Tier gefunden ist.

6. Auf keinen Fall sollten Tiere im Internet, bei dubiosen Züchtern oder auf dem Autobahnparkplatz gekauft werden!

Wer aber Weihnachten nicht abwarten kann, für den hat Sibylle Prehn noch einen Tipp „Als Alternative könnten Stofftiere – samt eines Gutscheins für das entsprechende Tier – Sachbücher über das Tier oder im besten Falle sogar eine Tierpatenschaft unterm Weihnachtsbaum liegen.“

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