Gibt es die Loreleykliniken noch in fünf Jahren?

Von Arno Boes.

Landesministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler sagte zu, dass das Land voll hinter den Initiativen der Region stehe und auch im Rahmen der Möglichkeiten ideelle und auch finanzielle Hilfe dazu leisten werde. VG-Bürgermeister Bungert, der an diesem Abend sehr weitreichende Angebote an den Klinikträger machte, sieht ebenfalls gute Chancen dazu, gegebenenfalls auch mit einem anderen Partner. Alfred Galeazzi als Arzt in Oberwesel ist nach seinen täglich mit den Patienten erlebten Erfahrungen davon überzeugt und auch Michael Quetting von der Gewerkschaft verdi machte nach den vielen anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kliniken Mut, mit der bisher an dem bisher an den Tag gelegten Engagement für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze auf einem möglichen Erfolgsweg zu sein. Heinz-Jürgen Scheid, der an diesem Abend klar die Rolle des „Schwarzen Peter“ im Auftrag seines Arbeitsgebers zu spielen hatte, wollte sich da nicht festlegen, mahnte weitere Änderungen der Bundespolitik an, um das Überleben kleiner Kliniken zu sichern.

Insgesamt erlebten die rund 800 Menschen in der Rheinfelshalle einen Abend, an dem viele konstruktive Angebote auf den Tisch kamen und an dem es auch neue Ideen und Ansätze für einen Struktur- und Leistungswechsel der Kliniken im Sinne der regionalen medizinischen Versorgung gab. SWR4 übertrug die Veranstaltung live in seiner Radiosendung „Klartext“, der in einigen Redebeiträgen auf dem Podium und auch aus dem Publikum zu hören war. Trotz aller Brisanz blieb die Stimmung diszipliniert und konstruktiv, zu spüren war aber auch, dass die Region mit allen Mitteln den Entscheidungen der Marienhaus-Holding entgegenstellen wird.

Ein ausführlicher Bericht folgt in der nächsten WochenSpiegel-Ausgabe.

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